Landingpage einfach erklärt: Unterschied zur Website verstehen
Wenn überall von Landingpages die Rede ist und du nicht weisst, ob du jetzt deine Website umbauen musst, wird es Zeit für eine Einordnung: In diesem Artikel erfährst du, was eine Landingpage ist, wozu sie genutzt wird und wie sie sich von Websites unterscheidet. Und nein: Du musst nicht umsteigen. Warum das sogar schaden könnte, erfährst du hier ebenfalls.

Was ist eine Landingpage?
Eine Landingpage ist eine speziell eingerichtete Internetseite, die auf ein einziges Ziel ausgerichtet ist: zum Beispiel eine Anmeldung, eine Kontaktaufnahme oder einen Kauf.
Der Besucher soll dort nicht wirklich frei stöbern oder sich umsehen, sondern wird entlang der gezeigten Inhalte auf eine ganz bestimmte Aktion hingeführt. Hierin befindet sich der erste Unterschied zu klassischen Websites, auf denen Informationen oft verteilt und vielfältig verlinkt sind.
Was ist eine Landingpage einfach erklärt?
Stell dir vor, du schaltest eine Anzeige für ein bestimmtes Angebot. Wenn jemand darauf klickt, soll er nicht auf deiner Startseite landen und alle möglichen Informationen finden, sondern nur die Informationen, die sich auf das konkrete Angebot beziehen
Der Nutzer landet (=landing) auf einer bestimmten Seite (=page). Dort erhält er nur dieses Angebot, ohne Ablenkung, ohne Umwege, mitunter sogar ohne Menü.
Kurze Begriffserklärung und Unterscheidung:
- Website: Der gesamte Internetauftritt eines Unternehmens mit Startseite, Leistungen, Kontakt usw.
- Webseite: Eine Seite oder Unterseite innerhalb einer Website
- Landingpage: Eine für sich stehende Seite, die nicht an eine grössere Website gekoppelt sein muss (dies aber sein kann).
Das Konzept einer Landingpage ist einfach, aber oft sehr wirkungsvoll: Weniger Auswahl bedeutet mehr Konzentration auf das Thema. Und genau das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Besucher nicht nur schaut, sondern auch tatsächlich handelt.
Deshalb werden Landingpages vor allem dort eingesetzt, wo es auf messbare Ergebnisse ankommt: in Verkaufskampagnen, dem Angebot von Dienstleistungen oder der Mitarbeitersuche.
Wie unterscheidet sich eine Landingpage von einer Website?
Der Unterschied zwischen einer Landingpage und einer normalen Website liegt im Umfang und in der Zielsetzung. Eine Website informiert breit, verlinkt auf verschiedene Inhalte und erlaubt es dem Besucher, sich frei zu bewegen. Die Verlinkungen und das Menü sind sehr klar dargestellt. Der Betreiber möchte sogar, dass sich der Nutzer lange und intensiv umsieht.
Die Website bildet das gesamte Angebot ab und lädt zum Erkunden ein. Sie kann zahlreiche Unterseiten und viele Inhalte haben. Sie entspricht dem gesamten Ladengeschäft.
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Eine Landingpage entspricht einem bewusst gestalteten Schaufenster. Gute Landingpages sind so aufgebaut, dass sie eine geschlossene Argumentation beinhalten, die auf die gewünschte Handlung hinleitet.
Diese Argumentationskette beginnt oft mit der Ansprache eines bestimmten Problems (=Pain) oder starken Wunsches (=Need), sodass sich der Nutzer sofort wiedererkennt und sein Interesse geweckt ist.
Die darauf folgenden Glieder der Kette sollen dann zeigen, dass sich der Anbieter tiefgehend mit dem Problem/Wunsch auskennt, er das jeweilige lösen kann und sein Angebot genau darauf zugeschnitten ist. Hinzu kommen unter anderem die Stimmen von bereits zufriedenen Kunden, um die Wirksamkeit zu belegen (=Social Proof).
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Auf der Landingpage wird auf alles verzichtet, was den Nutzer von der dargestellten Argumentationskette ablenken könnte. Das Flanieren, wie auf einer Website, ist hier unerwünscht.
Daher gibt es praktisch keine Verlinkungen, keine offensichtliche Menüstruktur oder Hinweise auf andere Inhalte. Gewollt ist, dass der Besucher schlussendlich die gewünschte Aktion ausführt.
Technisch unterscheiden sich Websites und Landingpages nicht. Beide gleichermassen müssen auf einem Server liegen, brauchen eine Adresse (URL), Sicherheitsmerkmale (SSL) usw. Nur der Umfang und Inhaltsvielfalt sind bei Websites höher und dementsprechend aufwendiger zu verwalten.
Typische Bestandteile einer Landingpage
Auch wenn jede Landingpage selbstverständlich individuell aufgebaut ist, gibt es Elemente, die fast immer vorkommen. Diese haben sich bewährt und dienen einem Zweck: Aufmerksamkeit erzeugen, Vertrauen aufbauen und den Nutzer zur gewünschten Aktion bewegen.
- Headline mit klarem Nutzenversprechen: Der erste Satz auf der Seite muss sofort deutlich machen, worum es geht und warum es für den Besucher relevant ist.
- Vertrauenselemente (Trust): Weil Landingpages oft losgelöst von der eigentlichen Website stehen, müssen sie selbstständig Vertrauen aufbauen können. Das gelingt mit Kundenstimmen (Social Proof), Gütesiegeln, konkreten Zahlen oder Antworten auf häufig gestellte Fragen.
- Inhalte ohne Ablenkung: Statt vieler Informationen wird das Wesentliche auf den Punkt gebracht. Texte sind kurz und sehr klar strukturiert, meist in knappen Absätzen oder Bullet Points. Auch bei einem Überfliegen der Seite sollen die wichtigsten Argumente ins Auge springen.
- Call-to-Action (CTA): Der CTA ist das mehrfach platzierte Herzstück der Seite. CTAs können als Button, Banner, Formular usw. dargestellt sein. Er steht mehrfach im Text, immer sichtbar und eindeutig formuliert: „Jetzt anfragen“, „Zugang erhalten“, „Platz sichern“.
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Wie gelangen Nutzer auf eine Landingpage?
Eine Landingpage steht selten oder gar nicht im Hauptmenü einer grösseren Website. Landingpages werden eher nicht beiläufig besucht, sondern gezielt angesteuert. Das erfolgt in der Regel durch einen konkreten Impuls von aussen. Kurz gesagt: Der Nutzer wird dorthin geleitet.
Wege, um Nutzer auf eine Landingpage zu führen:
- Werbeanzeigen: Häufiger Einstiegspunkt. z.B. über Google Ads, Werbung auf Social Media, YouTube oder einem Banner auf einer anderen Website. E-Mail-Kampagnen und Newsletter: Auch im E-Mail-Marketing führen gezielte Call-to-Actions auf Landingpages.
- QR-Codes im Print, Flyern, Poster usw.: Im Offline-Marketing werden QR-Codes verwendet. Interessenten scannen sie mit dem Smartphone und landen auf der zugehörigen Landingpage.
- Links aus Content, PR oder Partnernetzwerken: Einige Landingpages werden gezielt in Blogartikeln, Pressemitteilungen oder Partnerseiten verlinkt.
Egal über welchen Kanal: Die Landingpage wirkt nur dann, wenn der Übergang von der Quelle zur Landingpage logisch ist. Was der Nutzer erwartet und was er sieht, muss übereinstimmen. Nur dann bleibt er und es besteht überhaupt die Chance, dass er die gewünschte Handlung ausführt.
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Wofür braucht man eine Landingpage?
Wie bereits beschrieben, wirkt jede Landingpage auf ein bestimmtes Ziel hin. Im Grunde sind sie ein starkes Werbe- oder Verkaufsmittel.
- Gewinnung von Leads: Ein Lead ist ein potenzieller Interessent, der seine Kontaktdaten hinterlässt, zum Beispiel für eine Beratung, einen Download oder einen Rückruf. Landingpages werden oft genau dafür eingesetzt: Sie bieten dem Nutzer einen klaren Anreiz, ein Formular auszufüllen. Im Gegenzug für seine Kontaktdaten erhält er ein kostenloses Infopaket, einen Termin oder eine individuelle Einschätzung.
- Produkt- bzw. Angebotsseite: Wenn du ein konkretes Angebot bewerben willst, brauchst du eine Seite, die sich ausschliesslich darum dreht. Die Landingpage erklärt klar den Nutzen, beantwortet typische Fragen und bietet nur eine Option an, zum Beispiel „Jetzt bestellen“ oder „Kostenlos testen“. Alles andere wird weggelassen.
- Zielseite einer Werbekampagne: In Verbindung mit Anzeigen, Mailings oder Social-Media-Posts sind Landingpages das logische Ziel. Sie greifen das Thema der Kampagne auf und führen den Nutzer weiter.
- Event- oder Webinar-Anmeldungen: Landingpages sind bewährte Mittel, um Veranstaltungen zu bewerben. Sie beantworten die wichtigsten Fragen kompakt, bieten einen einfachen und verbindlichen Anmeldeprozess.
- Regionale oder saisonale Aktionen: Lokale Dienstleister, saisonale Angebote oder Aktionen mit begrenztem Zeitrahmen lassen sich auf Landingpages leicht darstellen, ohne die Hauptseite jedes Mal umzubauen.
Mitunter werden sehr kleine Websites von Freiberuflern oder Kleingewerben auch als Landingpage oder One-Pager (“Ein-Seiter”) bezeichnet. Dort wird das spitz aufgestellte Angebot dargestellt, nebst Kontaktmöglichkeiten und den rechtlichen Pflichthinweisen. Streng genommen handelt es sich dabei nicht um eine Landingpage, der Einfachheit halber lassen sie sich jedoch dazuzählen.
Entscheidungshilfe: Wann lohnt sich eine Landingpage?
Landingpages sind nicht als Ersatz für eine “echte” Website gedacht. Der Aufbau einer Landingpage lohnt sich nur dann, wenn es ein klares Angebot und ein dazugehöriges Ziel gibt. Typischerweise ist das der Fall bei Kampagnen, zeitlich begrenzten Angeboten oder gezielter Leadgewinnung.
Eine Landingpage lohnt sich, wenn …
- du eine konkrete Handlung erreichen willst: z. B. Anmeldung, Kauf, Terminbuchung
- du von einer Quelle aus gezielt Nutzer auf ein Angebot lenken möchtest
- deine Zielgruppe klar umrissen ist und das Angebot dazu passt
- du den Erfolg der Seite direkt messen willst, zum Beispiel über Conversion Rates
Sie lohnt sich nicht, wenn …
- das Angebot noch gar nicht klar definiert ist
- der Nutzer zwischen mehreren Optionen wählen oder dein gesamtes Angebotsportfolio sehen soll
- es primär um Orientierung oder Information geht
- du noch keine klare Trafficquelle hast (z. B. Ads, E-Mails, Kampagnen)
Wenn du eine gezielte Botschaft an eine klar definierte Zielgruppe hast, ist sie das richtige Werkzeug. Wenn du einem Besucher erklären möchtest, wer du bist und was du alles anbietest, ist deine Website der bessere Ort.
Tipp: Wenn du noch Inspirationen für die Gestaltung deiner Website suchst, kannst du dich gern in unserem Axisbits Portfolio umsehen.
Take-away: Landingpage als Werkzeug
Du solltest das Konzept Landingpage nicht als Trend oder neue Art der Website verstehen. Wenn du mit deiner Website bereits gut aufgestellt bist, gibt es keinen Grund für dich, Geld und Zeit in die Umwandlung in eine Landingpage zu investieren.
Falsch eingesetzt schränkt die Landingpage eher die Informationsmöglichkeiten ein, die auf einer Website sonst viel grösser sind. Umgekehrt verwässert man die ursprüngliche Schlagkraft einer Landingpage, wenn man sie zwanghaft in Richtung einer Website aufzublähen beginnt.
Wenn du allerdings ein neues Angebot gezielt und ungestört darstellen möchtest, ist eine Landingpage ein geeignetes Werkzeug für diesen Zweck.
Tipp: In einem weiteren Artikel zeigen wir dir, wie du selbst eine Landingpage erstellen kannst.
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Landingpage – Häufige Fragen und Antworten
Für die Darstellung deines Unternehmens, deiner Angebotspalette und allgemeinen Informationen, ist deine Website bestens geeignet. Wenn du aber nur ein bestimmtes Angebot darstellen willst, brauchst du eine Seite (=Landingpage), die genau darauf ausgerichtet ist und die Besucher dort zu einer Aktion bewegt.
Das kann sinnvoll sein, z.B. wenn sich deine Standorte unterscheiden oder wenn du ein Angebot gezielt bewirbst und messen willst. Die Landingpage trennt das Wesentliche vom Rest und führt den Nutzer direkt zur Entscheidung.
a, zum Beispiel für Bewerbungen, saisonale Angebote oder Downloads. Wichtig ist nur, dass du eine klare Zielgruppe hast und der Einstieg zur Seite sinnvoll gesteuert wird.
Sie ist zwar in Kampagnen besonders effektiv, funktioniert aber auch in Newslettern, auf Messen, in Vorträgen oder bei gezielter persönlicher Ansprache: überall dort, wo eine Handlung ausgelöst werden soll.
So lang wie nötig, aber so fokussiert wie möglich. Es gibt keine Höchst- oder Mindestlänge. Wichtig ist nur, dass alle relevanten Infos vorhanden sind und dabei nichts, was vom Ziel ablenkt. Ein klarer Einstieg, ein sichtbarer CTA und der nötige Vertrauensaufbau reichen oft aus.
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