Vertriebsautomatisierung: So optimierst du deinen Sales-Prozess
Eine Vertriebsautomatisierung (engl. sales automation) lässt Arbeitsschritte im Verkaufsprozess automatisch ablaufen: Erfassen neuer Leads aus Formularen, Aktualisieren von Kontaktdaten im CRM, Versenden von Follow-up-E-Mails und mehr. Die Automatisierung ersetzt manuelle und sich wiederholende Abläufe, sodass du im Vertrieb sehr viel geradliniger agierst.

Vertriebsautomatisierung: Das Wichtigste in Kürze
- Eine Vertriebsautomatisierung steuert wiederkehrende Verkaufsabläufe automatisch nach festen Regeln.
- Die Automatisierung ersetzt manuelle Schritte wie Lead-Zuweisung, Follow-up-E-Mails oder Angebotsversand durch zuvor definierte, reproduzierbare Abfolgen.
- Systeme wie HubSpot ermöglichen Automationen direkt im CRM, ohne Programmierung.
- Geeignet für Automatisierungen sind vor allem Vertriebsaufgaben mit digital erfassten Daten und geradlinigen Entscheidungslogiken.
Use Cases: Wo werden Vertriebsautomatisierungen eingesetzt?
Vertriebsautomatisierungen kommen überall dort zum Einsatz, wo sich wiederkehrende Arbeitsschritte im Verkaufsprozess genau definieren und standardisieren lassen, etwa beim Erfassen neuer Leads, beim Nachfassen per E-Mail, bei Terminbuchungen, der Angebotserstellung oder der Pflege von Verkaufschancen im CRM.
Lead-Routing und Qualifizierung
Neue Leads aus Formularen, nach Messebesuchen oder Online-Kampagnen werden automatisch nach Kriterien wie Region, Sprache oder Produktinteresse an den zuständigen Verkäufer weitergeleitet.
Systeme wie HubSpot oder Salesforce verwenden dazu Routing-Regeln oder prädiktive Scoring-Modelle, die die Abschlusswahrscheinlichkeit berechnen. Das verringert die Reaktionszeiten nach der ursprünglichen Entstehung des Leads und verhindert, dass diese Anfragen im Posteingang liegenbleiben.
Automatisierte E-Mail- und Aufgaben-Sequenzen
Sobald ein Lead zugewiesen ist, startet eine festgelegte Sequenz aus E-Mails, Aufgaben und Erinnerungen.
Beispiel: Zwei Tage nach dem Erstkontakt wird eine Bestätigungsnachricht verschickt, nach einer Woche folgt eine Einladung zum Termin, danach ein technisches Datenblatt. Parallel dazu wird dem Verkäufer im CRM eine Aufgabe gesetzt, um den Verlauf zu prüfen.
Terminbuchung und Kalender-Synchronisation
Buchungstools auf Websites oder Apps ermöglichen es Interessenten, verfügbare Termine direkt im Kalender des Vertriebsteams zu wählen. Diese Systeme prüfen Verfügbarkeiten, erstellen automatisch den Termineintrag und fügen ggf. Videolinks hinzu.
In der Schweiz wird häufig zusätzlich eine Sprachlogik eingesetzt, damit Meetings über Sprachräume und Landesgrenzen hinweg korrekt geplant werden.
Angebots- und Vertragsprozesse
Angebote werden automatisch generiert. Die Automatisierung greift dabei auf hinterlegte Preislisten oder Produktbibliotheken zu.
Kundendaten, Rabatte und Währungsangaben (CHF) werden übernommen, das Angebot als PDF oder Online-Link erstellt und zur elektronischen Signatur versendet.
Pipeline-Pflege und Forecasting
Automationen passen den Status von Verkaufschancen automatisch an, sobald zuvor definierte Ereignisse eintreten, etwa eine E-Mail-Antwort oder der Aufruf eines Angebotslinks. Die Forecasts basieren somit auf aktuellen Daten und Abweichungen vom Plan werden praktisch sofort erkannt.
Service- und Upselling-Signale
Im Kundendienst werden durch die Vertriebsautomatisierung Support-Tickets, Vertragslaufzeiten oder Nutzungsdaten ausgewertet, um mögliche Zusatzverkäufe zu erkennen.
Wenn ein Kunde beispielsweise wiederholt Anfragen zu einer bestimmten Zusatzfunktion, einem Erweiterungsmodul oder einem Servicepaket stellt, dann erstellt das System automatisch eine Aufgabe für den zuständigen Account Manager. So werden potenzielle Cross- oder Upselling-Möglichkeiten systematisch nachverfolgt.
Welche Vorteile bringt die Vertriebsautomatisierung?
Eine Vertriebsautomatisierung verbessert deine Verkaufsprozesse, indem sie Arbeitsschritte übernimmt und damit messbare Entlastung für dein Sales-Team schafft.
Sie hilft euch, eintreffende Leads schneller zu bearbeiten, Datensätze im CRM aktuell zu halten und Umsätze realistischer und weitreichender zu planen.
- Produktivität: Manuelles Kopieren von Kontaktinformationen, Erstellen gleichartiger E-Mails und ähnliche Arbeiten entfallen. Automatisierte Abläufe übernehmen diese Routineaufgaben. Der Verkäufer wechselt seltener zwischen Systemen und kann sich stärker auf konkrete Verkaufschancen, Preisgespräche und Nachfassaktionen konzentrieren.
- Datenqualität: Die Automationen prüfen Eingaben auf Vollständigkeit, verhindern doppelte Datensätze und aktualisieren Felder im CRM. Dadurch stimmen Pipeline-Werte mit der tatsächlichen Verhandlungslage überein. Berichte basieren auf vollständigen, aktuellen Daten.
- Reaktionsgeschwindigkeit: Neue Leads werden unmittelbar einem zuständigen Verkäufer zugewiesen, der automatisch eine Benachrichtigung erhält. E-Mail- und Aufgaben-Sequenzen starten ohne manuelles Eingreifen. So sinkt die Zeitspanne zwischen Anfrage und Rückmeldung.
- Forecast-Genauigkeit: Automatisierte Statusänderungen, Deal-Historien und KI-Prognosen liefern realistische Umsatzwerte. Deine Verkaufsleiter sehen, welche Abschlüsse sich verzögern oder welche Regionen vom Plan abweichen, und können darauf reagieren.
- Skalierbarkeit und Compliance: Einmal eingerichtete Automationen lassen sich auf neue Teams oder Produkte übertragen. Jeder Schritt, von der Angebotserstellung bis zur Datenverarbeitung, ist dokumentiert. Das hilft dir bei internen Audits und stellt sicher, dass die Anforderungen des Schweizer Datenschutzgesetzes (DSG) eingehalten werden.
- Wirtschaftlicher Nutzen: Der Effekt zeigt sich in eingesparter Arbeitszeit und zusätzlichen Abschlüssen. Beispiel: Spart ein Verkäufer vier Stunden Administrationszeit pro Woche bei einem internen Stundensatz von CHF 80, ergibt das rund CHF 15’000 pro Jahr. Steigt gleichzeitig die Abschlussquote, erhöht sich der Umsatz bei unveränderten Kosten.
Guide: Wie automatisiere ich einen Vertriebsprozess?
Starte bei der Automatisierung mit wenigen, sehr gut definierbaren Vertriebsaufgaben, zum Beispiel Lead-Routing oder Folge-E-Mails. Setze diese Aufgaben dann im gewählten CRM um. Teste die aufgesetzte Automatisierung mit echten Datensätzen und erweitere sie anschliessend Schritt für Schritt.
Schritt 1: Vertriebsabläufe aufnehmen
Erfasse deinen aktuellen Weg vom Lead bis zum Abschluss. Nimm dabei auf, wer im Team welche Aufgabe erledigt, in welchen Systemen diese Arbeiten stattfinden und welche Felder ausgefüllt werden. Notiere zudem:
- Trigger („Formular gesendet“)
- Bedingungen („Region = D-CH“)
- Aktionen („Zuweisen an Verkäufer, E-Mail senden, Deal erstellen“).
Profi-Tipp: Nimm dir hier viel Zeit und sprich mit vielen Beteiligten im Vertrieb. Versuche in einem BPMN-Modell alle möglichen Prozesse und Reaktionen auf Ereignisse genauestens zu skizzieren. Anhand dieser Modellierung kannst du Automationen ausarbeiten.
Schritt 2: Anwendungsfälle priorisieren
Sortiere die Aufgaben nach Häufigkeit, Aufwand und Fehleranfälligkeit. Nimm die Top 3 mit hohem Volumen und gut darstellbaren Regeln zuerst, zum Beispiel Lead-Routing, Sequenz nach Erstgespräch oder automatische Aufgabe bei Angebotsöffnung. Dokumentiere pro Fall Input, Output und gewünschtes Ergebnis.
Schritt 3: Die ersten Automationen umsetzen
- Lead-Routing: Wenn ein neuer Kontakt erfasst wird, kannst du mit einem sogenannten Workflow in HubSpot festlegen, wer den Lead erhält. Diese Workflows sind visuelle Regeln: Du bestimmst, welche Kriterien gelten (z. B. Region, Sprache, Produktinteresse) und welche Aktion folgt (z. B. automatische Zuweisung per Round-Robin, also gleichmässig an das Team verteilt). Zusätzlich lässt sich eine E-Mail- oder Slack-Benachrichtigung auslösen.
- Follow-up nach Termin: Nach einem eingetragenen Termin startet eine Sequenz, also eine automatisierte Abfolge personalisierter E-Mails aus dem Postfach des Verkäufers. Du kannst festlegen, wann die Nachrichten gesendet werden und welche Inhalte enthalten sind. Die Sequenz stoppt automatisch, sobald der Empfänger antwortet oder einen neuen Termin bucht.
- Angebots- und Deal-Stufen-Automation: Ändert sich der Deal-Status im CRM (z. B. von „Verhandlung“ zu „Abschlussphase“), kannst du Folgeaktionen automatisch auslösen: eine Aufgabe für den Verkäufer, das Erstellen eines Angebots oder den Versand eines E-Signatur-Links.
Schritt 4: Systeme anbinden
Verbinde dein CRM mit ERP, E-Signatur und Buchhaltung, damit Daten nur einmal erfasst werden. HubSpot bietet viele Standard-Integrationen; für Spezialfälle kannst du über Webhooks oder Custom Code Actions Informationen an andere Systeme senden oder zusätzliche Logik einbauen.
Ziel ist, dass Kontakt-, Deal- und Rechnungsdaten überall identisch sind, ohne manuelles Nachtragen.
Wichtig: Ohne saubere, aktuelle und konsistente Daten läuft keine Vertriebsautomatisierung rund. Nur wenn die Daten im ERP und CRM einwandfrei sind, funktionieren Lead-Scoring, Personalisierung und Automatisierungsprozesse fehlerfrei.
Schritt 5: Datenschutz und Datenstandort beachten
Erfasse und lege fest, welche Personendaten verarbeitet werden und wo sie gespeichert sind.
Für HubSpot-Nutzer empfiehlt sich die Auswahl einer EU-Region, zum Beispiel Deutschland oder Irland, und eine gültige Auftragsbearbeitungsvereinbarung (DPA). Achte auf rollenbasierte Zugriffsrechte und eine lückenlose Protokollierung, damit du den Anforderungen des Schweizer DSG entsprichst.
Schritt 6: Testen
Bevor du eine Vertriebsautomatisierung veröffentlichst, prüfe jeden Auslöser mit Testdaten. Kontrolliere, ob Aufgaben korrekt angelegt, Benachrichtigungen zugestellt und Sequenzen wie erwartet beendet werden.
Arbeite anschliessend direkt in der produktiven Umgebung, aber mit begrenztem Umfang (z. B. nur neue Inbound-Leads). Beobachte die Workflow-Logs und Dashboards, um Laufzeiten, Fehler oder Dubletten zu erkennen.
Vertriebsautomatisierungen mit einem HubSpot-Partner umsetzen
Mit einer Vertriebsautomatisierung kannst du deinem Team manuelle Aufgaben aus der Hand nehmen und sie automatisiert von deinem System erledigen lassen. Jedoch ist der Übergang von einfachen Automationen hin zu einer stabilen Systemintegration mitunter anspruchsvoll.
Wenn du deine Automationen in HubSpot aufbauen oder erweitern möchtest, kannst du mit einem zertifizierten Partner starten. Auf diesem Weg stellst du sicher, dass deine Vertriebsautomatisierungen von Beginn an sicher und stabil laufen.
Axisbits ist offizieller HubSpot Solution Provider für die Schweiz. Wir planen, entwickeln und integrieren deine Automatisierungen so, dass sie zu deinen bestehenden Prozessen passen und langfristig stabil laufen.
- Einrichtung und Optimierung von Automatisierungen für Vertrieb, Marketing und Service
- Integration externer Anwendungen über HubSpot Operations Hub oder API
- Datenmigration, Testing und laufender Support
- Schulung und technische Begleitung deines Teams
Wir von Axisbits arbeiten seit Jahren selbst mit HubSpot und sind inzwischen offizieller HubSpot-Partner für die Schweiz. Du möchtest, dass dein Team schnell mit HubSpot starten kann? Dann melde dich bei uns!
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Vertriebsautomatisierung – Häufige Fragen und Antworten
Am besten eignen sich Prozesse mit geradlinigen Abläufen und Regeln: Lead-Routing, standardisierte E-Mails, Terminbuchungen, Angebots-Workflows, Deal-Updates oder Benachrichtigungen. In HubSpot kannst du diese Aufgaben mit Workflows und Sequenzen ohne Programmieraufwand umsetzen.
Marketing Automationen decken den Bereich vor dem Erstkontakt ab: Kampagnen, Formulare, Newsletter. Vertriebsautomatisierungen beginnen, sobald ein Lead verkaufsrelevant wird. Sie steuern Aktivitäten im Sales-Funnel, also Follow-ups, Angebotsversand, Forecasts und Genehmigungen.
Typische Kennzahlen sind Bearbeitungszeit pro Lead, Reaktionsgeschwindigkeit, Quote konvertierter Leads, Abschlussrate und Forecast-Genauigkeit. Wenn du diese Werte vor und nach der Einführung vergleichst, siehst du den Nutzen der Automatisierung.
In HubSpot helfen KI-Funktionen wie der Prospecting Agent oder Deal-Zusammenfassungen, Prioritäten zu setzen oder nächste Aktionen vorzuschlagen. Wichtig ist, dass du zunächst stabile Grundprozesse hast, bevor du KI einsetzt.
Axisbits kennt sowohl die technischen Möglichkeiten von HubSpot als auch die typischen Vertriebsprozesse in Schweizer KMU. Als Partner unterstützen wir dich bei Datenbereinigung, Workflow-Design, Integration von Dritt-Systemen und bei der Schulung deines Teams. Dadurch stellst du sicher, dass deine Automationen vom ersten Tag an zuverlässig laufen.
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