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App entwickeln: Von der Idee bis zur fertigen Anwendung – und wann du Profis ins Boot holen solltest

App entwickeln: Von der Idee bis zur fertigen Anwendung – und wann du Profis ins Boot holen solltest

Für ein Unternehmen kann eine App ein wichtiges, intern genutztes Werkzeug sein oder ein verkaufsstarkes Produkt nach aussen. Neben den Kosten für die App-Entwicklung ist insbesondere auch die benötigte Dauer ein massgebliches Entscheidungskriterium. Daher zeigen wir in diesem Artikel auf, aus welchen Phasen sich die Entwicklung zusammensetzt und wie viel Zeit dafür eingeplant werden muss. Anhand von zwei Beispielfällen unserer Kunden zeigen wir zudem ganz konkrete Werte aus der Praxis.

31.01.2025
8
min Lesezeit
Autor
Editorial Team
Axisbits GmbH

App Entwicklung: Dauer der Phasen, Projektbeispiele & Tipps

Für ein Unternehmen kann eine App ein wichtiges, intern genutztes Werkzeug sein oder ein verkaufsstarkes Produkt nach aussen. Neben den Kosten für die App-Entwicklung ist insbesondere auch die benötigte Dauer ein massgebliches Entscheidungskriterium. Daher zeigen wir in diesem Artikel auf, aus welchen Phasen sich die Entwicklung zusammensetzt und wie viel Zeit dafür eingeplant werden muss. Anhand von zwei Beispielfällen unserer Kunden zeigen wir zudem ganz konkrete Werte aus der Praxis.

Die wichtigsten Faktoren für die Dauer der App-Entwicklung

Bei der Erstellung einer App wirken mehrere Entwicklungsschritte auf die Gesamtdauer ein:

Funktionsumfang und Komplexität

Je mehr Funktionen deine App später besitzen soll, desto mehr Zeit ist anfänglich für die Konzeption und später für die Programmierung und das Testen nötig. Ein einfaches Quiz, das sich als Spiel oder Test für Bewerber nutzen lässt, hat oft nur wenige Screens und keine allzu komplexes Backend. Ein umfangreicher E-Commerce-Shop mit Produktsuche, Warenkorb und Bezahlfunktion hingegen erfordert jedoch deutlich mehr Entwicklungszeit

Plattformen

Die Wahl der Plattformen beeinflusst die Dauer der Programmierung massgeblich:

  • iOS: Entwicklung für iPhones und iPads
  • Android: Entwicklung für die breite Palette an Android-Geräten
  • Cross-Plattform: Es ist möglich, mit einer gemeinsamen Codebasis eine App sowohl für iOS als auch für Android bereitzustellen (mit Einschränkungen).

Wenn du nur für eine Plattform entwickelst, kann das schneller gehen. Beim parallelen Entwickeln für iOS und Android musst du jedoch mit mehr Aufwand rechnen – es sei denn, du nutzt Cross-Plattform-Technologien, die in vielen Fällen aber ebenfalls Zeit für Optimierung brauchen. So oder so steigen Aufwand und Entwicklungsdauer, je mehr Geräte deine App bedienen soll.

Design und User Experience

Die Erstellung eines modernen und durchdachten Designs, das optimal auf die mobile Nutzung zugeschnitten ist, kostet Zeit – allerdings lohnt sich diese Investition. Ein gutes UX/UI-Design verbessert die Benutzerfreundlichkeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich Nutzer in deiner App wohlfühlen. Je nach Komplexität und Anspruch können Designprozesse von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten dauern.

Team und Ressourcen

Die Grösse und die Erfahrung des Teams haben Einfluss auf die Entwicklungsdauer. Ein eingespieltes Team, das Prozesse und Workflows bereits verinnerlicht hat, kann ein Projekt oft schneller vorantreiben. Gerade Agenturen, die sich auf App-Entwicklung spezialisiert haben, können dir bereits in der Planungsphase Tipps zur Zeitersparnis geben.

Tipp: Wenn du dich fragst, wie hoch die Kosten sind, lohnt sich ein Blick in unseren Artikel zu den Kosten der App-Entwicklung.

Der typische Entwicklungsprozess und seine Dauer

Obwohl jedes App-Projekt für sich genommen einzigartig ist, folgt die Entwicklung vieler Apps einer groben Struktur, die du auch auf dein Vorhaben anwenden kannst. Unten findest du eine Zeitleiste zur Orientierung, die selbstverständlich je nach Projektumfang abweichen kann.

Ideenfindung und Anforderungsanalyse (1 - 4 Wochen)

Am Anfang steht die Idee. Hier klärst du, welches Problem deine App lösen und welche Features sie enthalten soll. Zudem legst du fest, welche Zielgruppe du ansprechen möchtest. In dieser Phase kann es sehr hilfreich sein, wenn du Feedback von potenziellen Nutzern einholst, um deine Annahmen zu validieren.

Wichtige Aufgaben:

  • Marktanalyse und Konkurrenzcheck
  • Erstellung einer groben Funktionsliste
  • Skizzieren erster Wireframes

Konzeption und UX/UI-Design (2 - 8 Wochen)

In dieser Phase werden die Anforderungen konkretisiert und visuell aufbereitet. Wie navigieren die Nutzer durch deine App? Welche Screens sind nötig und wie sehen sie aus? Hier entstehen erste interaktive Prototypen, mit denen du die Usability testen kannst.

Wichtige Aufgaben:

  • Erstellung detaillierter Wireframes oder Mockups
  • Iteratives User-Testing und Feedback-Schleifen
  • Finales UX/UI-Design

Technische Planung und Architektur (1 - 4 Wochen)

Bevor es an die eigentliche Entwicklung geht, solltest du eine solide technische Grundlage schaffen. Fragen wie „Welche Programmiersprache verwenden wir?“ oder „Wie binden wir ein Payment-System ein?“ werden in dieser Phase geklärt. Eine sauber durchdachte Architektur erspart dir später negative Überraschungen.

Wichtige Aufgaben:

  • Auswahl der Technologien (z. B. Swift/Objective-C für iOS, Kotlin/Java für Android, Flutter oder React Native für Cross-Plattform)
  • Backend-Konzeption (Server, Datenbanken, Schnittstellen)
  • Planung der Entwicklungsumgebung (CI/CD-Prozesse)

Entwicklung (8 - 32 Wochen)

Die Programmierung der App ist der Schwerpunkt aller Phasen. Aus Design und Konzept wird hier Code. Je nach Komplexität nimmt dieser Part natürlich den grössten Teil der Zeit in Anspruch. Während die tatsächliche Programmierung läuft, bleibt die Kommunikation mit Stakeholdern wichtig, um auf Änderungen der Anforderungen schnell reagieren zu können.

Wichtige Aufgaben:

  • Programmierung der Frontend-Funktionen (UI)
  • Anbindung der App an das Backend (API-Integration)
  • Datensicherheit und Performance-Optimierung
  • Regelmässige Statusupdates und Feedback-Runden

Testing und Qualitätssicherung (2 - 6 Wochen)

Bevor deine App in den App-Stores verfügbar ist, muss sie in allen erdenklichen Situationen fehlerfrei funktionieren. Dafür sorgen ausführliche Tests – sowohl automatisiert als auch manuell. Gerade die Vielzahl an Android-Geräten und iOS-Versionen kann hier einiges an Zeit beanspruchen.

Wichtige Aufgaben:

  • Unit-Tests auf Code-Ebene
  • Integrationstests und automatisierte UI-Tests
  • Manuelle Tests auf verschiedenen Endgeräten
  • Bug-Fixing und Performance-Tuning

Launch und Veröffentlichung (1 - 2 Wochen)

Eine App zu veröffentlichen bedeutet immer auch, sie in die App-Stores zu bringen. Bei Apple dauert die Überprüfung durch das Review-Team in der Regel ein paar Tage, während Android-Apps meist schneller veröffentlicht werden können. Das Launch-Marketing sollte ebenfalls geplant sein, um deine App bekannter zu machen.

Wichtige Aufgaben:

  • Erstellen aller notwendigen Metadaten, Screenshots, App-Icons
  • App-Store-Einreichung (Apple App Store, Google Play Store)
  • Wartung, Updates und Bugfixes nach dem Go-Live

Beispiele für App-Typen und deren Entwicklungsdauer

Die Zeitangaben im obigen Prozess sind allgemeingültig gehalten, um dir ein Gefühl für die Entwicklungsdauer aller denkbaren Apps zu bieten. Hier zeigen wir dir zwei konkrete Beispiele, die auf der Zusammenarbeit mit unseren Kunden basieren:

Lern- und Quizapp als Web-App

Quiz- oder Lernmodule, Auswertungen, Nutzerregistrierung, ggf. Payment (z. B. für Zertifikate) und Gamification.

  • Zeitaufwand: 2 - 5 Monate

Typische B2C mobile App (iOS/Android)

Mobile Anwendung (iOS/Android) mit Benutzerprofil, In-App-Käufen, Push-Nachrichten, Backend-API und ggf. Chat-Funktionen.

  • Zeitaufwand: 4 - 10 Monate

Die unteren Zeitwerte beziehen sich immer auf ein Minimum Viable Product (MVP), mit dem die Kunden zuerst in den Markttest gehen. Nach dieser Validierung kommen weitere Features hinzu, was den Zeitaufwand an das obere Ende der Spanne treibt.

Tipp: In unserem Artikel findest du mehr zu den Entwicklungskosten deiner App – dort erfährst du, wie sich Kosten zusammensetzen und welche Aspekte du bei der Budgetplanung beachten solltest.

Wie kannst du die Entwicklung möglichst kurz halten?

  • Agile Prozesse: Durch die Entwicklung in kurzen Sprints kannst du die Entwicklung auf Spur halten und zeitraubende Umwege vermeiden.
  • Priorisierung: Fokus auf die wichtigsten Funktionen. Zusätzliche Features können auch nach dem Launch folgen.
  • Automation: Automatisierte Tests und Continuous Integration helfen, die Qualität zu sichern und schnell zu iterieren.
  • Erfahrene Partner: Ein Team, das schon ähnliche Projekte umgesetzt hat, wird dir viel Zeit (und Nerven) sparen.

Mit diesen Ansätzen kannst du auch bei höchsten Qualitätsansprüchen Zeit sparen, ohne Kompromisse bei der Performance oder dem Endergebnis einzugehen.

Wir bieten dir zu allen Fragen der Entwicklungsdauer deiner App ein kostenloses Beratungsgespräch, in dem wir die Eckpunkte deiner App-Idee abstecken und dir sehr viel genauer sagen können, mit welcher Zeitspanne du konkret rechnen musst. Auch der Preis lässt sich so genauer abschätzen.

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Dauer der App-Entwicklung – Häufige Fragen und Antworten

Die Dauer der App-Entwicklung hängt direkt vom Umfang ab. Einfache Apps (z. B. eine To-Do-App) benötigen einige Wochen, während komplexe Apps wie E-Commerce-Plattformen oder Social-Media-Apps 6 - 12 Monate oder länger in Anspruch nehmen können.

Je mehr Features du planst, desto länger dauert die Umsetzung. Ein einfacher Taschenrechner benötigt weniger Entwicklungszeit als eine umfangreiche Banking-App mit Sicherheitsfunktionen, Push-Benachrichtigungen und API-Integrationen.

Die App-Entwicklung besteht aus mehreren Phasen: Planung, Design, Programmierung, Testing und Launch. Jeder Schritt erfordert sorgfältige Arbeit, um ein hochwertiges und fehlerfreies Produkt sicherzustellen. Je mehr Features und Plattformen, desto länger die Entwicklungsdauer.

Die Entwicklung für eine einzelne Plattform (z. B. nur iOS) geht meist schneller als eine parallele Entwicklung für iOS und Android. Cross-Plattform-Ansätze wie Flutter oder React Native können die Zeit verkürzen, allerdings benötigen sie oft zusätzliche Optimierungsschritte, um auf beiden Plattformen perfekt zu laufen.

Social-Media-Apps: Viele Nutzerrollen, Interaktionen und SicherheitsanforderungenE-Commerce-Apps: Shop-Funktionen, Payment-Integration, BenutzerverwaltungGaming-Apps: Aufwändige Grafiken, Animationen und Echtzeit-Interaktionen

Ein Minimum Viable Product (MVP) ist eine App-Version mit den wichtigsten Kernfunktionen. Es ermöglicht dir, deine App schnell auf den Markt zu bringen und Nutzerfeedback einzuholen, bevor du weitere Features entwickelst.

Nach der Entwicklung folgt der Launch in den App-Stores (Apple App Store, Google Play Store). Doch auch danach solltest du regelmässig Updates, Bugfixes und Verbesserungen durchführen, um deine App aktuell zu halten.

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