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So funktionieren E-Mail-Marketing-Automationen: Grundlagen und Tools

So funktionieren E-Mail-Marketing-Automationen: Grundlagen und Tools

Automatisierte E-Mails steigern nachweislich die Conversion-Rate und senken parallel dazu den manuellen Aufwand im Marketing. Laut DemandSage setzen über 71 % der Marketer E-Mail-Automation aktiv in ihren Kampagnen ein, und automatisierte Workflows erzeugen dabei rund 37 % des gesamten E-Mail-Umsatzes.

1.2.2026
11
min Lesezeit
Autor
Editorial Team
Axisbits GmbH

E-Mail-Marketing-Automationen: Das Wichtigste in Kürze

  • Automatisierte E-Mails werden durch definierte Auslöser wie Anmeldungen, Käufe oder Inaktivität versendet.
  • Typische E-Mail-Marketing-Automationen sind Willkommensserien, E-Mails nach Warenkorbabbrüchen, Reaktivierungen und Post-Purchase-E-Mails.
  • HubSpot, Klaviyo, Brevo, ActiveCampaign und Mailchimp gehören zu den meistgenutzten Tools. HubSpot integriert Automation direkt ins CRM.
  • Für rechtssicheren Versand von Marketing-E-Mails gelten Opt-in-Pflicht, Abmeldelink und die Anforderungen von revDSG (CH) bzw. DSGVO (EU).

Was ist die Grundlage für E-Mail-Marketing-Automationen?

E-Mail-Marketing-Automation nutzt definierte Trigger wie Formularübermittlungen, Käufe, Seitenaufrufe oder Zeitintervalle, um relevante Nachrichten automatisch zu versenden. Grundlage sind strukturierte Kundendaten wie Verhalten, Segmentzugehörigkeit oder Interaktionshistorie.

Im Unterschied zu herkömmlichen Newslettern erfolgt der Versand vollständig regelbasiert über Workflows. Dadurch werden E-Mails automatisch im richtigen Moment und mit passendem Inhalt ausgeliefert.

Systeme wie HubSpot, Brevo oder ActiveCampaign kombinieren dazu Kontaktinformationen, Ereignisdaten und Workflow-Logik, um Kommunikationsketten effizient zu steuern und konsistent messbar zu machen.

Welche E-Mail-Marketing-Automationen sind am effektivsten?

Die wirkungsvollsten Automationen sind Willkommensserien, Nachrichten nach Warenkorbabbrüchen, Reaktivierungskampagnen und Post-Purchase-E-Mails, da sie direkt an messbare Ereignisse im Nutzerverhalten anknüpfen.

E-Mail-Automation funktioniert besonders gut, wenn der Auslöser klar definiert und die Absicht des Empfängers eindeutig erkennbar ist. Zu den meistgenutzten und effektivsten Workflows zählen:

  • Willkommensserie: Wird nach der Anmeldung ausgelöst und vermittelt Basisinformationen, erste Angebote oder Hinweise auf weitere Inhalte. Öffnungsraten liegen im Schnitt über 60 %.
  • Warenkorbabbruch: Sendet nach einer bestimmten Zeit eine Erinnerung und optional einen Rabattcode; kann laut Statistiken bis zu 10 % des entgangenen Umsatzes zurückgewinnen.
  • Reaktivierungskampagne: Erkennt inaktive Empfänger und versucht, diese durch gezielte Anreize wieder zu aktivieren. Erfolgsquote: durchschnittlich 20 %.
  • Post-Purchase-Mail: Folgt auf eine Bestellung, enthält Zusatzinformationen, Produktempfehlungen oder Bewertungslinks und steigert Cross- und Upselling-Umsätze messbar.
  • Geburtstags- oder Jubiläumsmail: Nutzt festgelegte Datumswerte als Trigger und erzeugt hohe Interaktionsraten durch personalisierten Kontext.

Wie wird eine E-Mail-Marketing-Automation eingerichtet?

Lege zuerst das Ziel dieser E-Mail-Marketing-Aktion fest, prüfe die Empfängerdaten und lege den Trigger fest. Daraufhin kannst du die Inhalte der E-Mails anlegen, diese testen und aktivieren.

  • Ziel definieren: Bestimme, welche Aktion automatisiert werden soll, zum Beispiel Willkommensmail, Warenkorbabbruch oder Reaktivierung. Formuliere ein messbares Ziel wie „10 % mehr Käufe nach Warenkorbabbruch“.
  • Empfängerdaten prüfen: Stelle sicher, dass Kontakte gültige Einwilligungen haben (Double-Opt-in) und die relevanten Datenfelder vorhanden sind, etwa Name, E-Mail, letzter Kauf oder Datum der Anmeldung.
  • Trigger festlegen: Wähle das Ereignis, das den E-Mail-Versand auslöst. Beispiele: Formular ausgefüllt, Produkt gekauft, 30 Tage inaktiv.
  • Bedingungen und Zeitpunkte definieren: Lege fest, wann und an wen die E-Mail geht. Beispiel: „Versende 24 Stunden nach Warenkorbabbruch, wenn kein Kauf erfolgt ist.“
  • E-Mail-Inhalt erstellen: Erstelle eine Vorlage mit klarer Betreffzeile, relevantem Inhalt und funktionierendem Call-to-Action. Verwende Personalisierungen nur, wenn die Daten zuverlässig sind.
  • Test durchführen: Sende die Automation zunächst an dich selbst oder ein Testsegment. Prüfe Betreffzeile, Links, Platzhalter und Tracking.
  • Aktivieren und beobachten: Starte die Automation und überwache Kennzahlen wie Klickrate, Conversion und Abmeldungen. Passe Trigger oder Inhalte an, wenn die Werte vom Ziel abweichen.

Welche Tools eignen sich für E-Mail-Automation?

Geeignete Tools unterscheiden sich vor allem in Funktionsumfang, Integrationen und Kosten. HubSpot, Mailchimp, Klaviyo, Brevo und ActiveCampaign zählen zur meistgenutzten Software. Deine Auswahl hängt ab von:

  • Integration mit CRM oder Shop-System: Nur so lassen sich Kunden- und Verhaltensdaten automatisch verwenden.
  • Workflow-Logik: Das Tool sollte mehrere Auslöser, Bedingungen und Aktionen in einem Ablauf abbilden können.
  • Reporting und Tracking: Klicks, Conversions und Abmeldungen müssen messbar sein.
  • Datenschutz: DSGVO- und revDSG-konforme Opt-in-Verwaltung, Abmeldelinks und Datenlöschung.
  • Kosten: Automationen werden meist nach Kontaktzahl oder E-Mail-Volumen abgerechnet.

Wie funktionieren E-Mail-Automationen in HubSpot?

HubSpot verbindet E-Mail-Versand, CRM-Daten und Automationslogik in einer Oberfläche. Jede E-Mail kann auf Kontakt-, Unternehmens- oder Deal-Ebene automatisiert werden. Grundlage sind sogenannte Workflows, in denen Auslöser, Bedingungen und Aktionen definiert werden.

Workflows und Auslöser für E-Mail-Automation in HubSpot

Workflows starten automatisch, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt, zum Beispiel eine Formularübermittlung, eine Eigenschaftsänderung oder ein Kauf. Über Bedingungen lässt sich steuern, wer welche E-Mail erhält. Mehrere E-Mails können zu Serien verknüpft werden, etwa für Onboarding oder Nachfassaktionen.

Daten und Segmentierung

HubSpot greift direkt auf CRM-Daten zu. Dadurch lassen sich Empfänger nach Kontaktdaten, Verhalten, Lifecycle-Status oder benutzerdefinierten Feldern segmentieren. Änderungen an diesen Daten können selbst wiederum als Auslöser dienen.

Versandzeit und Optimierung

Mit der Funktion Send-Time-Optimierung (STO) ermittelt HubSpot für jeden Kontakt den individuell besten Versandzeitpunkt. Alternativ kann der Versand nach Zeitzonen gesteuert werden.

Double-Opt-in und Compliance in HubSpot

Das System von HubSpot unterstützt mehrstufige Double-Opt-in-Prozesse und verwaltet Einwilligungen über sogenannte Subscription Types. Damit lassen sich DSGVO- und revDSG-konforme Opt-ins dokumentieren und verwalten.

E-Commerce-Integration

Über Standard-Integrationen zu Shopify und WooCommerce können E-Mails nach Warenkorbabbrüchen, Nachkaufmails und Produktvorschläge automatisiert werden. Kaufdaten und Transaktionen stehen dabei direkt im Workflow zur Verfügung.

Transaktionsmails in HubSpot

Für Benachrichtigungen wie Rechnungen oder Passwort-Resets bietet HubSpot eine separate Transactional E-Mail API. Diese E-Mails werden über eine dedizierte IP-Adresse versendet und sind vom Marketing-Opt-in unabhängig.

Analyse und Reporting für E-Mail-Automation in HubSpot

HubSpot stellt detaillierte Berichte über Klicks, Conversions und Umsatzbeiträge bereit. In Customer Journey Analytics kannst du nachvollziehen, welche Automationen den grössten Beitrag zur Conversion leisten.

Wir von Axisbits arbeiten seit Jahren selbst mit HubSpot und sind inzwischen offizieller HubSpot-Partner für die Schweiz. Du möchtest E-Mail-Automation anlegen und mehr Conversions erzielen? Dann melde dich bei uns!

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Welche rechtlichen Anforderungen gelten für E-Mail-Automationen in der Schweiz?

In der Schweiz regeln das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) und das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) die Voraussetzungen für E-Mail-Marketing. Sobald Daten von Kunden aus der EU verarbeitet werden, gilt zusätzlich die DSGVO. Alle verlangen grundsätzlich eine vorherige Einwilligung des Empfängers und eine einfache Abmeldemöglichkeit.

Unaufgeforderte elektronische Werbung ist sowohl nach Schweizer als auch nach EU-Recht nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt.

Rechtliche Anforderungen in der Schweiz 

Gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. o UWG gilt das Versenden von Massen-E-Mails ohne Zustimmung als unlauter. Eine Ausnahme besteht, wenn bereits eine Kundenbeziehung besteht, die Nachricht eigene, ähnliche Produkte oder Dienstleistungen betrifft und eine kostenlose Abmeldemöglichkeit besteht.

Das revidierte Datenschutzgesetz (RevDSG) verpflichtet Unternehmen seit September 2023, den Umgang mit personenbezogenen Daten transparent zu machen. Dazu gehört insbesondere:

  • Nachweis einer gültigen Einwilligung (Opt-in, idealerweise Double-Opt-in)
  • Zweckbindung der Datenverarbeitung
  • Informationspflicht über Datenerhebung und -nutzung
  • Möglichkeit zum Widerruf und zur Löschung der Daten

Rechtliche Anforderungen der Europäischen Union

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verlangt eine klare, nachweisbare Einwilligung für jede Form elektronischer Direktwerbung.

  • Einwilligung muss freiwillig, spezifisch und dokumentiert sein.
  • Empfänger müssen sich jederzeit abmelden können.
  • Der Absender muss eindeutig erkennbar sein.
  • Daten dürfen nur für den angegebenen Zweck verwendet werden.

Umsetzung der rechtlichen Anforderungen im E-Mail-Tool

Systeme wie HubSpot oder Brevo speichern Opt-ins und verwalten sie über sogenannte Subscription Types oder Kontaktlisten mit Einwilligungsstatus. Dadurch lässt sich nachvollziehen, wann und über welchen Kanal eine Zustimmung erteilt wurde.

Das Double-Opt-in-Verfahren bleibt die empfohlene Methode, um sowohl Schweizer als auch EU-Anforderungen sicher zu erfüllen.

Pflichtangaben in jeder E-Mail

Jede versendete Nachricht muss enthalten:

  • den vollständigen Absender (Unternehmen, Adresse, Kontaktmöglichkeit)
  • einen funktionierenden Abmeldelink, der ohne Login oder zusätzliche Schritte erreichbar ist
  • optional: Hinweis auf Datenschutzbestimmungen oder Impressum

Diese Vorgaben gelten unabhängig vom verwendeten Tool. Ihre Einhaltung ist Voraussetzung für rechtssichere E-Mail-Automation.

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E-Mail-Marketing-Automation – Häufige Fragen und Antworten

Ja, sofern eine Einwilligung vorliegt oder eine bestehende Kundenbeziehung besteht und jede Nachricht eine Abmeldemöglichkeit enthält (UWG Art. 3 Abs. 1 lit. o).

Ein Newsletter wird manuell an eine gesamte Liste versendet. Eine automatisierte E-Mail wird durch ein bestimmtes Ereignis oder eine Regel ausgelöst.

Die meisten Tools erkennen Überschneidungen automatisch und verhindern doppelte Auslösungen, sofern diese im Workflow entsprechend eingestellt sind.

Nur solange sie für den ursprünglichen Zweck benötigt werden, danach müssen sie gelöscht oder anonymisiert werden (revDSG/DSGVO).

Viele Systeme, darunter HubSpot, erlauben den Vergleich von Betreffzeilen, Versandzeitpunkten oder E-Mail-Inhalten direkt im Workflow.

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