Pipedrive vs. HubSpot: Welches CRM ist besser?
Pipedrive und HubSpot gehören zu den beliebtesten CRM-Systemen für KMU, wachsende und grosse Unternehmen. Beide eignen sich dafür, Kundenbeziehungen zu pflegen und Vertriebsprozesse zu steuern. Sie unterscheiden sich jedoch in Preis, Funktionsumfang und Aufwand bei der Einführung. Pipedrive überzeugt mit seiner einfachen, visuell starken Sales-Pipeline, HubSpot als umfassende Plattform für Marketing, Sales und Service, allerdings mit höherer Komplexität und Kosten.

Pipedrive vs. HubSpot: Das Wichtigste in Kürze
- Pipedrive ist für KMU mit starkem Vertriebsfokus geeignet. Das System ist einfach zu bedienen. Allerdings liegen das Onboarding und die Integration mit anderen Systemen vollständig in deiner Hand. Marketing-Funktionen sind nur über kostenpflichtige Add-ons oder externe Software verfügbar.
- HubSpot eignet sich für Unternehmen, die Marketing, Sales und Service in einer Plattform bündeln möchten. Die Kosten steigen an, sobald mehr Nutzer oder Kontakte hinzukommen, dafür erhältst du aber eine deutlich breitere Anwendung mit nativ integrierter Marketing-Automatisierung, AI-Funktionen und einem grossen App-Ökosystem.
- Kostenmodell: HubSpot bietet einen Free-Plan sowie die freie Wahl der eingesetzten Hubs, ist aber ab Professional mit Onboarding-Gebühren verbunden. Pipedrive bietet vier Preisstufen sowie kostenpflichtige Add-ons.
Datenstandort & Compliance: Beide Systeme erfüllen die Anforderungen des Schweizer revDSG. HubSpot erlaubt die Wahl des Datenstandorts (z. B. Frankfurt/DE), Pipedrive hostet standardmässig in der EU.
Wie lassen sich HubSpot und Pipedrive miteinander vergleichen?
Pipedrive konzentriert sich stark auf Vertrieb und Pipeline-Management. HubSpot positioniert sich als umfassende Plattform für Marketing, Sales und Service. Die wichtigsten Unterschiede zeigen sich im Preis, dem Funktionsumfang, den Integrationen und dem Aufwand bei der Einführung.
Pipedrive vs. HubSpot: KI-Funktionen im Vergleich
Sowohl HubSpot als auch Pipedrive haben in den letzten Jahren eigene AI-Funktionen entwickelt, mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
HubSpot positioniert sich inzwischen als AI-first Plattform. Mit den neuen Breeze-Agents lassen sich Inhalte erstellen, Leads qualifizieren, Kundenanfragen beantworten oder Wissensdatenbanken pflegen. Die Automatisierung zieht sich durch Marketing, Sales und Service.
Pipedrive geht pragmatischer vor. Der AI Sales Assistant hilft vor allem im Vertrieb: Er zeigt Wahrscheinlichkeiten für Abschlüsse, schlägt nächste Schritte vor und fasst Gespräche zusammen. Damit richtet sich Pipedrive an Sales-Teams.
Was kosten HubSpot und Pipedrive?
Die Zahlung kann bei beiden Anbietern grundsätzlich auch in CHF erfolgen. Auf den öffentlichen Preisseiten werden diese in der Regel aber nicht angezeigt.
- HubSpot: Einstieg ab rund EUR 20 pro Nutzer/Monat (Starter). Für KMU bewegen sich die Preise in der Regel zwischen EUR 1'000 und EUR 3'000 pro Monat inkl. Marketing, Sales und Service. In Enterprise-Umgebungen mit grossen Kontaktlisten und mehreren Hubs können die Kosten leicht bei EUR 4'000 bis 15'000+ pro Monat liegen, zuzüglich Onboarding-Gebühren von einmalig EUR 1’500 bis 7'000.
- Pipedrive: Einstieg ab EUR 14 pro Nutzer/Monat (Essential). Für KMU-Teams liegen die Gesamtkosten typischerweise zwischen EUR 300 und 800 pro Monat, abhängig von Nutzeranzahl und benötigten Add-ons. In grösseren Setups von 100 bis 150 Nutzern bewegen sich die monatlichen Lizenzkosten abhängig vom Plan zwischen EUR 5'000 und 12'000, allerdings ohne Onboarding-Gebühren.
Warum diese Preisspannen bei HubSpot und Pipedrive?
Bei HubSpot treiben das Kontaktvolumen im Marketing Hub und Seats (Nutzerlizenzen) die Kosten.
Bei Pipedrive wird der Preis hauptsächlich durch die Nutzerzahl und die gewählten Add-ons bestimmt.
Je nach Zusammenstellung kommen daher sehr unterschiedliche Preise zusammen, die keine pauschalen Aussagen, zum Beispiel anhand der Unternehmensgrösse, zulassen.
Integrationen und Ökosystem bei HubSpot und Pipedrive
Sowohl HubSpot als auch Pipedrive bieten eigene Marktplätze mit hunderten Apps und Erweiterungen.
HubSpot verfügt über eines der grössten CRM-Ökosysteme am Markt. Im offiziellen App Marketplace finden sich mehr als 1.700 Integrationen, von E-Mail- und Automatisierungstools bis hin zu Buchhaltungssoftware und Data Warehouses. Besonders stark ist HubSpot im Bereich Marketing, wo es zahlreiche vorgefertigte Schnittstellen zu Social Media, Ads und Analytics gibt.
Pipedrive setzt auf ein schlankeres, aber ebenfalls wachsendes Ökosystem. Im Marketplace sind aktuell rund 500 Apps gelistet, die sich vor allem auf Sales, Kommunikation und einfache Marketingfunktionen konzentrieren. Typische Beispiele sind Integrationen mit Microsoft 365, Google Workspace, Zoom oder Buchhaltungstools wie QuickBooks.
Wie unterscheiden sich HubSpot und Pipedrive beim Thema Datenstandort und Compliance?
Für Schweizer Unternehmen ist das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) massgeblich. Es ist ähnlich zur europäischen DSGVO, aber nicht vollständig deckungsgleich.
- Schweizer Unternehmen müssen in erster Linie das revDSG beachten.
- Sobald jedoch auch Kundendaten aus der EU verarbeitet werden, was bei vielen Unternehmen mit grenzüberschreitendem Geschäft der Fall ist, greifen zusätzlich die Anforderungen der DSGVO.
Vor diesem Hintergrund ist entscheidend, wo die Daten gespeichert werden und welche Zertifizierungen der Anbieter vorweisen kann.
HubSpot betreibt mehrere regionale Rechenzentren, darunter in Frankfurt (Deutschland). Für zahlende Kunden besteht die Möglichkeit, den Datenstandort zu wählen oder zwischen Regionen zu migrieren. HubSpot setzt auf AWS-Infrastruktur und erfüllt internationale Standards wie Verschlüsselung, ISO 27001 und SOC-2. Damit erfüllt HubSpot die Anforderungen, wie sie das revDSG verlangt.
Pipedrive nutzt AWS-Rechenzentren in der EU und den USA. Europäische Accounts werden standardmässig in der EU gespeichert. Pipedrive ist konform mit der General Data Protection Regulation (GDPR) und trägt die Zertifizierungen ISO 27001/27701 sowie SOC 2/3. Ein offizielles Data Processing Agreement (DPA) regelt die Details. Damit kann auch Pipedrive revDSG- und DSGVO-konform betrieben werden.
Migration und Einführung von HubSpot und Pipedrive
Du kannst Pipedrive selbstständig aufsetzen, musst dir diesen Aufbau jedoch selbst erarbeiten. Hilfe bietet der automatische Guided Setup-Assistent. Auch die Anbindung deiner vorhandenen Systeme und die Nutzung der Add-ons liegen vollständig in deiner Hand.
HubSpot bietet zwar ein dauerhaft kostenloses Einstiegsangebot, die leistungsstarken Professional- und Enterprise-Pakete erfordern jedoch ein verbindliches Onboarding. Dieses ist kostenpflichtig und dauert in der Regel mehrere Wochen.
Der Vorteil des Onboardings bei HubSpot: Deine Pipelines für Sales und Leads sowie das Reporting werden von Beginn an sauber aufgesetzt. Das gilt selbstverständlich auch für die anderen Bestandteile von HubSpot. Doch diese drei sollten möglichst schnell stehen, damit sich deine Kosten für HubSpot in kürzester Zeit wieder auszahlen.
Für wen eignet sich HubSpot, für wen Pipedrive?
Pipedrive eignet sich für dein Unternehmen, wenn du einen starken Vertriebsfokus hast und wenn du schnell und ohne externe Implementierungskosten starten möchtest. Du solltest allerdings auch die Zeit einplanen, Pipedrive grösstenteils selbstständig aufzusetzen. Das Marketing in Pipedrive läuft über Add-ons und externe Software.
HubSpot eignet sich für dich, wenn du Marketing, Sales und Service in einer Plattform bündeln möchtest. Wenn du dich im Wachstum befindest, helfen dir die Automatisierungen und die AI-Funktionen von HubSpot sehr stark weiter.
Falls du gleich zu Beginn in der Preisstufe Professional startest, fallen zwar Onboarding-Gebühren an, dieses Onboarding stellt aber sicher, dass du ohne Experimentierphase gleich wirtschaftlich starten kannst.
HubSpot-Onboarding mit Schweizer Partner
Axisbits ist deine HubSpot-Agentur in der Schweiz und unterstützt dich dabei, HubSpot so einzurichten, dass es zu deinen Prozessen passt und deine Daten ohne Umwege in die richtigen Systeme fliessen.
- Onboarding ohne Umwege: Für die Professional- und Enterprise-Pakete schreibt HubSpot ein Onboarding vor. Über Axisbits kannst du dieses Onboarding direkt mit uns durchführen, auf Deutsch, mit Blick auf deine Prozesse und ohne die Standard-Schablonen aus den USA. Das spart dir Kosten und viele Stunden Einarbeitung.
- Anpassungen an deine Systeme: Viele Unternehmen arbeiten bereits mit Buchhaltung, ERP oder HR-Software. Wir erstellen deine Schnittstellen, damit deine Daten nicht doppelt gepflegt werden müssen. Beispiel: Neue Kontakte aus HubSpot landen automatisch in deinem ERP, Rechnungen oder Supportfälle laufen zurück ins CRM.
- Lokaler Ansprechpartner: Wenn Fragen auftauchen, erreichst du unser Team direkt, bekommst schnelle Rückmeldungen und Lösungen, die auf das Schweizer Datenschutzrecht abgestimmt sind. Du musst nicht über das Ticketsystem der USA gehen.
Praxisnahe Schulungen: Statt englischer Standard-Tutorials zeigen wir deinem Team live, wie es HubSpot im Alltag nutzt, vom Anlegen eines Deals bis zur Automatisierung von E-Mail-Strecken. So stellst du sicher, dass deine Mitarbeiter wirklich mit dem System arbeiten können.
Wir von Axisbits arbeiten seit Jahren selbst mit HubSpot und sind inzwischen offizieller HubSpot Partner für die Schweiz. Du möchtest, dass dein Team schnell mit HubSpot starten kann? Dann melde dich bei uns!
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Pipedrive vs. HubSpot – Häufige Fragen und Antworten
Nein, Pipedrive bietet lediglich eine 14-tägige Testversion. Danach ist ein kostenpflichtiges Abo erforderlich.
HubSpot stellt einen Free-Plan bereit, der unbegrenzt genutzt werden kann. Allerdings sind die Funktionen eingeschränkt, und für Marketing steigen die Kosten, sobald viele Kontakte verwaltet werden.
Grundsätzlich ist Pipedrive ein Sales-CRM. Marketing-Funktionen wie E-Mail-Kampagnen oder Lead-Formulare gibt es erst über kostenpflichtige Add-ons oder Integrationen aus dem Marketplace.
HubSpot hostet Daten u. a. in Frankfurt (Deutschland) und erlaubt zahlenden Kunden einen Wechsel des Datenstandorts. Pipedrive speichert Daten standardmässig in der EU (AWS). Beide erfüllen die relevanten Datenschutz-Standards (revDSG/DSGVO).
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